Schwalmbruch – Wasser, Heide, Froschgequake

Wir waren wieder im deutsch-niederländischen Grenzgebiet unterwegs, dieses Mal sind wir den WasserWanderWeg Schwalmbruch gegangen. Mit 15,5 km  Länge und primär flachem Gelände eine angenehme entspannte Tagestour, wenn die An- und Abfahrt am gleichen Tag erfolgen und eventuell noch eine Einkehr nach der Wanderung ansteht.

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Blick über den Elmpter Schwalmbruch

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Vogelbrutgebiete

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Und Badegelegenheiten

Die Wanderkarte und weitere Toureninfos sowie eine Anfahrtsbeschreibung findet Ihr auch hier. Wir sind gegen den Uhrzeigersinn gelaufen und zunächst durch die Heidelandschaft gewandert. Hier empfiehlt es sich an heißen Tagen unbedingt Wasser für die Hunde mitzunehmen. Die Sonne knallt stellenweise sehr und die ersten Wasserstellen kommen erst nach 30 Minuten Gehzeit, wenn man den Aussichtsturm besteigen will noch später.

Der Aussichtsturm lohnt sich übrigens wirklich! Für Hunde, die Angst vor offenen Treppen haben ist er allerdings nichts – oder eine tolle Trainingsgelegenheit. Pepito hat kein Thema mit solchen Stufen, hat aber, wie hier deutlich zu sehen ist, am Turm schon dringend eine Abkühlung nötig. Als0 Wasser nicht vergessen!

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Wer ein bisschen aufmerksam wandert, kann auch auf der ersten Strecke schon schöne Eindrücke sammeln. Besonders gut gefallen hat mir, dass nach der Heidelandschaft eine ganz andere Landschaft begann. So viel Abwechslung in einer Tour gibt es selten.

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Der erste Blick auf den Bruch

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Baumgruppe in der Heide

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Kurz vorm ersten See kann es heiß werden

Nach der Heidelandschaft kommt man, vorbei an kleineren Seen, an die Schwalm, die auf deutscher Seite fast schnurgrade verläuft. Für die Hunde gibt es hier viele tolle Badestellen, der Bruchwald auf der Südseite des Wegs spendet Schatten und mit etwas Geduld lassen sich auch Frösche beobachten:

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Auf der Wegstrecke an der Schwalm entlang hatten wir relativ viel Radverkehr um uns herum. Das war mit Schleppleine manchmal etwas nervig, also den Hund auf die Seite nehmen, wer dies nicht zuverlässig ohne Leine kann, nimmt vielleicht besser eine kürzere Leine für diesen Wegteil mit. Und für Hunde, die Radfahrer hetzen, ist es hier auch eher anstrengend, wenn auch danach eine Ausruhpassage kommt und das Areal für Übungszwecke somit hervorragend geeignet ist. Wenn man nicht nur schnurstracks läuft, sondern den Blick in Ruhe schweifen lässt, gibt es auch besondere Entdeckungen am Wegesrand:

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Weißfleck-Widderchen auf Digitalis Purpurea (Roter Fingerhut)

Nördlich der L373 geht es dann durch den eher tristen Diergardtschen Wald, eine leichte Steigung hinauf gen Norden, bis der Weg nach Westen abknickt und durch eine ganz fantastische Eichenallee führt, deren Anblick in 50 Jahren sicher noch beeindruckender sein wird. In diesem Wald passieren wir auch die Grenze in die Niederlande und wer Maronen liebt, sollte hier sein Glück versuchen. Wer dann glaubt, im Café de Bos gut einkehren zu können, sei jedoch gewarnt: Der Kuchen war furchtbar überzuckert und fad (Was ist bloß los mit meinem Kuchenglück los?), eine Kinderhüpfburg wurde durch ein lautes Gebläse auf Stand gehalten und die Kissen auf den Möbeln waren völlig verfettet. Statt einer gemütlichen Mittagspause sind wir nach dem Kaffee (der Kuchen blieb liegen), schnell weiter gezockelt.

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Gemütlich pausieren ist anders.

Eine gute Alternative stellt das Eetcafe an de Grens Swalmen dar. Hier ist der Service super, die Ortsansässigen treffen sich, das Essen ist frisch und lecker. Es liegt direkt an der Stelle, an der die Grenze über die L373 verläuft. Einen Abstecher ist es definitiv wert. Wir haben den Tipp erst zum Tourenende von anderen Wanderern bekommen und sind dann zum Essen dorthin gefahren. Ein weiterer Biergarten liegt an der Gebäudeseite und auch drinnen kann man gemütlich sitzen.

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Eetcafe an der Grens Swalmen

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Montags Ruhetag

Auf der niederländischen Schwalmtalseite geht es nun weiter. Der Wald wird wieder wilder, die Pfade verschlungener und es bieten sich schöne Bade- und Verweilstellen an (ob das Baden für Menschen erlaubt und das Wasser in Ordnung ist, kann ich nicht sagen, für die Hunde ist es allerdings toll!). Und es gibt natürlich auch einiges zu entdecken: Biberfrassspuren, Frösche Frösche Frösche, Seerosen und mehr.

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Nach einem kurzen Regenschauer, den wir unter Bäumen an der Schwalm ausgesessen haben, ging es weiter auf verschlungenen Pfaden. Die letzte halbe Stunde vor Wiederankunft am Wanderparkplatz zieht sich streckenweise durch etwas unspannende landwirtschaftliche Nutzflächen, aber nach so viel Abwechslung ist das nun wirklich keine Enttäuschung. Die Tour ist offiziell mit 15,6 km angegeben, wir sind 16,6 km gelaufen, wegen kleinerer Abstecher. Mit 3 Pausen waren wir insgesamt 5 Stunden 45 Minuten unterwegs, wobei wir eher zügig gehen, wenn der Hund nicht grade schnüffelnd irgendwo festhängt. Und bevor ich es vergesse: da wir größtenteils in Naturschutzgebieten unterwegs waren, gilt auch hier wieder Leinenpflicht.

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